Teak – der König der Hölzer

Die Luxusklasse unter den Terrassenbelägen

Teak zählt zu den sogenannten Edelhölzern, die sich neben ihren technischen Eigenschaften durch eine besonders schöne Farbgebung, Struktur und Maserung auszeichnen. Es gilt als stark beanspruchbares Konstruktionsholz für den Innen- als auch den Außenbereich. Aufgrund seines hohen Preises kommt es anders als andere Tropenhölzer nicht bei Brücken-, Schiffs- und Wasserbau zum Einsatz, auch wenn es dafür bestens geeignet wäre. Stattdessen werden aus ihm hochwertige Fenster und Türen, Möbel, Haushalts- und Dekogegenstände gefertigt. Besonders schön gezeichnetes Holz wird zu Messerfurnier verarbeitet, das zur Verzierung exklusiver Möbel dient. Aufgrund seiner hervorragenden technischen Eigenschaften eignet es sich für Bodenbeläge im Innen- oder Außenbereich und als Teich- oder Poolumrandung.

Herkunft 


Teakholz wird aus dem Teakbaum gewonnen, der zur Familie der Lippenblütler zählt und in den Monsunwäldern Süd- und Südostasiens beheimatet ist. Hier erstreckt sich sein Verbreitungsgebiet vom Subkontinent Indien über Myanmar bis nach Vietnam. Der wechselgrüne Laubbaum erreicht eine Wuchshöhe von 25 bis 35 Metern und eine Stammdurchmesser von circa einem Meter.

Aufgrund der stetig hohen Nachfrage nach dem Teak ging man bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert zum Plantagenanbau über. Dieser blieb nicht nur auf den asiatischen Raum beschränkt, sondern Teak wird bis heute auch im tropischen Westafrika vom Senegal bis nach Kamerun und in Lateinamerika von Brasilien über Venezuela bis nach Ecuador kultiviert.

 

Eigenschaften 


Das weißlich-gelbe bis hellgraue Splintholz des Teakbaumes setzt sich deutlich vom mittel- bis goldbraunen Kernholz ab. Das Kernholz kann mit dunkelbraunen bis schwarz-braunen Streifen durchzogen sein (Schwarzstreifen-Teak), die sich auf die Einlagerungen sekundärer Pflanzenstoffe zurückführen lassen. Die Zuwachszonen des astarmen Teakholzes sind deutlich zu erkennen, so dass sich eine ausdrucksstarke Maserung mit hellen Linien auf der radialen Ebene und Fladern auf der tangentialen Ebene ergibt.

Im Gegensatz zu anderen Tropenhölzern kommt es beim Teakbaum eher selten zum sogenannten Wechseldrehwuchs und so zeichnet sich sein Holz durch eine besonders gradlinige Faserstruktur aus. Allerdings kann der exzentrische Wuchs von schnellwüchsigen Plantagenbäumen zu Faserkrümmungen und einem verlaufenden Farbübergang zwischen Kern- und Splintholz führen. Beides wirkt sich allerdings nur auf die optischen und nicht die technischen Eigenschaften des Holzes aus.

Bei Teak handelt sich um ein mittelschweres und mittelhartes Holz, das sich mit Handwerkzeugen und Maschinen gut bearbeiten lässt. Dennoch ist das Vorbohren von Schraublöchern und die Verwendung von Hartmetallwerkzeugen unabdingbar. Teak zählt zusammen mit Ipé und Cumarú zu den Tropenhölzern, die ein besonders geringes Schwind- und Quellverhalten aufweisen. Dadurch verzieht es sich mit der Zeit kaum und Rissbildungen treten eher selten auf.

Aufgrund dieser herausragenden Eigenschaften ist Teakholz für den Einsatz im Außenbereich bestens geeignet. Auch direkter Boden- und Wasserkontakt machen ihm nichts aus und so entspricht es der Dauerhaftigkeitsklasse I.

Besonderheiten 


Wie bei den meisten Tropenhölzern kann es auch bei Teak in den ersten Monaten zum sogenannten Ausbluten kommen. Dabei werden vom Regen- oder Gießwasser Farbpigmente aus dem Holz gespült, die anliegende Bauteile wie Fassaden, Türen und Zäune bräunlich verfärben können. Mit Oxalsäure lassen sich diese Verfärbungen allerdings problemlos wieder entfernen.

Eine weitere Besonderheit von Teakholz liegt in seinem Inneren verborgen: Genauso wie der Kautschukbaum bildet der Teakbaum Milchsaft aus, der sich an der Luft verhärtet und eine gummiartige Konsistenz annimmt. Den natürlichen Latex lagert der Teakbaum in seinem äußeren Kernholz ein. Dies wirkt sich nicht nur auf die Bearbeitbarkeit des Holzes aus, sondern auch auf seine Anstricheigenschaften aus.

Während der Kautschuk Maschinen und Werkzeuge schnell verklebt, haften herkömmliche physikalische Holzschutzmittel kaum auf der wasserabweisenden Holzoberfläche. Deshalb ist der Anstrich von Teakholz wie bei Massaranduba nur mit speziellen Lacken und Lasuren möglich.

 

Pflege 


Teak verfügt wie die meisten anderen Tropenhölzer über eine Art inneren Holzschutz: Er besteht zum einen in der hohen Dichte des Holzes, die seine Zersetzung durch Mikroorganismen und Pilze erschwert. Zum anderen lagern tropische Baumarten ätherische Öle in ihren Zellen ein, die Insekten abschrecken. Beide Strategien helfen allerdings nicht gegen das Ausbleichen des Holzes unter UV-Einstrahlung.

Durch direkte Sonneneinstrahlung wird der im Holz enthaltene Stoff Lignin zersetzt. Dadurch verliert das Holz seine charakteristische gold-braune Farbe. Zurück bleibt die durchsichtig-weiße Cellulose, die das Holz silbrig-grau schimmern lässt. Mit pigmentierten Holzschutzmitteln wie Lasuren, Lacke und Öle lassen sich diese Farbverluste allerdings wieder ausgleichen. Für den Anstrich mit physikalischen Holzschutzmitteln ist Teakholz aufgrund der Kautschukeinlagerungen allerdings nur mäßig bis schlecht geeignet.

Nur spezielle Lacke und Lasuren ermöglichen einen deckenden Anstrich. Besser geeignet sind Öle, die sich leichter mit den holzeignen Ölen verbinden und von der gummiartigen Beschichtung des Holzes nicht einfach wieder abperlen. Da nur ein intakter Holzschutz dauerhaft vor Witterungseinflüssen schützt, sollte er regelmäßig auf Schadstellen überprüft und einmal jährlich erneuert werden.

Verschmutzungen lassen sich mit klarem Wasser und einem Besen oder einer Bürste ganz einfach entfernen. Die Borsten sollten allerdings weich sein, um die Holzoberfläche nicht zu zerkratzen und den Holzschutz nicht zu beschädigen.
 

Alternativen 


Andere Tropenhölzer wie Massaranduba, Ipé oder Cumarú.