Die Fassade prägt nicht nur die Optik eines Hauses, sondern ist auch entscheidend für die Bausubstanz. Wenn du deine Fassade mit einer Verkleidung aufwerten möchtest, gibt es zwei Optionen: Holz und WPC. Beide Materialien haben ihre eigenen Vorteile, doch welche ist langlebiger, pflegeleichter und nachhaltiger? In diesem Artikel vergleichen wir Holz- und WPC-Fassadenverkleidungen, um dir die Entscheidung zu erleichtern.
1. Materialeigenschaften: Holz vs. WPC
Holzfassade: Natürliche Schönheit mit Charakter
Eine Holzfassade bringt eine warme, natürliche Optik mit sich. Du hast also die Qual der Wahl: Zu den beliebtesten Holzarten für Fassadenverkleidungen zählen Lärche, Douglasie und Thermoholz. Diese Hölzer sind besonders widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse, benötigen für eine längere Lebensdauer jedoch regelmäßige Pflege in Form von Lasuren oder Schutzanstrichen.
WPC-Fassade: Pflegeleicht und witterungsbeständig
WPC (Wood-Plastic-Composite) ist ein Verbundwerkstoff aus Holzfasern und Kunststoff. Diese Kombination macht WPC besonders langlebig, resistent gegen Feuchtigkeit und pflegeleicht. Im Gegensatz zu Holz muss eine WPC-Fassade nicht gestrichen oder geölt werden. Zudem ist sie weniger anfällig für Schädlingsbefall und UV-Strahlung.
2. Langlebigkeit: Welches Material hält länger?
Eine unbehandelte Holzfassade kann je nach Holzart und Witterungseinflüssen 20 bis 50 Jahre halten, erfordert jedoch regelmäßige Pflege. Thermisch behandeltes Holz wie Thermoesche oder Thermokiefer kann die Lebensdauer erhöhen.
WPC-Fassaden haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 30 bis 50 Jahren, sind jedoch nahezu wartungsfrei. Der Kunststoffanteil im Material sorgt dafür, dass WPC weniger anfällig für Feuchtigkeit und Schädlinge ist, was die Haltbarkeit gegenüber Holz verbessern kann.
3. Pflegeaufwand: Welche Fassade ist wartungsfreundlicher?
- Holz: Benötigt alle paar Jahre eine Oberflächenbehandlung (Lasur, Lack oder Öl).
- WPC: Erfordert lediglich eine gelegentliche Reinigung mit Wasser und milden Reinigungsmitteln.
4. Wetterfestigkeit: Wie widerstandsfähig sind die Materialien?
Holz: natürliche Robustheit mit Schutzbedarf
Holz ist von Natur aus widerstandsfähig, doch ohne Schutzmaßnahmen kann es unter starker Witterung leiden. Regen, Schnee und UV-Strahlung führen mit der Zeit zu Vergrauung und Rissbildung. Eine regelmäßige Oberflächenbehandlung hilft, das Holz langlebiger und widerstandsfähiger zu machen.
WPC: hohe Beständigkeit gegen Feuchtigkeit und UV-Strahlung
WPC ist von Haus aus wetterfest und benötigt keinen zusätzlichen Schutz. Das Material ist unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, quillt nicht auf und ist resistent gegen Schimmelbildung. Auch starke Sonneneinstrahlung macht WPC weniger aus, da es UV-beständig ist und nicht so schnell ausbleicht wie unbehandeltes Holz.
5. Optik: Was sieht schöner aus?
Holz: natürliche und warme Ausstrahlung
Holzfassaden überzeugen durch ihre warme, natürliche Optik, die sich harmonisch in jede Umgebung einfügt. Durch unterschiedliche Holzarten, Maserungen und Farbtöne entsteht ein individuelles Erscheinungsbild. Zudem entwickelt Holz mit der Zeit eine attraktive Patina, die den Charakter des Hauses unterstreicht.
WPC: einheitliches Design mit moderner Ästhetik
WPC-Fassaden bieten eine gleichmäßige Optik und sind in vielen Farbvarianten erhältlich. Das Material bleibt über Jahre hinweg farbstabil und eignet sich für moderne Fassadengestaltungen. Wer eine Holzoptik bevorzugt, kann sich für WPC-Varianten mit Holzmaserung entscheiden, die das natürliche Erscheinungsbild imitieren.
6. Nachhaltigkeit und Umweltaspekte
Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und somit besonders nachhaltig, wenn es aus zertifizierter Forstwirtschaft stammt (z. B. FSC- oder PEFC-Siegel). Zudem ist Holz biologisch abbaubar.
WPC enthält Kunststoffanteile, was die Umweltbilanz etwas verschlechtert. Allerdings gibt es inzwischen umweltfreundlichere Varianten mit recyceltem Kunststoff. Zudem fällt weniger Pflegeaufwand an, wodurch keine chemischen Holzschutzmittel benötigt werden.
7. Kosten: Was ist die günstigere Variante?
- Holz: Je nach Holzart variieren die Preise stark. Günstige Varianten wie Fichte sind erschwinglich, während hochwertige Hölzer wie Lärche oder Thermoholz teurer sind.
- WPC: In der Anschaffung oft etwas teurer als Holz, aber durch den geringen Pflegeaufwand langfristig kosteneffizient.
Fazit: Welche Fassadenverkleidung überzeugt mehr?
Ob Holz oder WPC nun die beste Verkleidung für deine Fassade ist, hängt von deinen Wünschen ab:
- Für Liebhaber natürlicher Optik und Nachhaltigkeit ist Holz die erste Wahl. Wer bereit ist, regelmäßige Pflege in Kauf zu nehmen, profitiert von einem einzigartigen, warmen Look. Zudem eignet sich Holz besonders für traditionelle oder naturnahe Bauweisen, da es sich harmonisch in die Umgebung einfügt. Es kann individuell bearbeitet, gestrichen oder geölt werden, um verschiedene Looks zu erzielen.
- Wer eine pflegeleichte, langlebige und wetterfeste Lösung sucht, sollte sich für WPC entscheiden. Besonders in Regionen mit hoher Feuchtigkeit oder intensiver Sonneneinstrahlung kann WPC die bessere Alternative sein. Durch die Vielfalt an Designs kann es Holz täuschend echt nachahmen oder bewusst eine moderne Ästhetik betonen.
Egal, wofür du dich entscheidest: Eine hochwertige Fassadenverkleidung trägt nicht nur zum Schutz des Hauses bei, sondern steigert auch die Wertigkeit und Optik deines Zuhauses!