Bald beginnt die Gartensaison! Ob Gartenarbeit oder Erholung auf der Terrasse, im Frühjahr sind wir gerne draußen. Dabei kann Wind ein Störfaktor sein, allemal, wenn es noch nicht schön warm ist. Dafür kommen hier unseren DIY-Ideen für den Windschutz im Garten – bleib dran!
Warum Windschutz im Garten?
Ein leichter Sommerwind auf der Terrasse ist angenehm, doch zu starke Böen stören schnell die Gemütlichkeit. Wind kann nicht nur Kissen und Dekoration durcheinanderwirbeln, sondern auch für unangenehme Zugluft sorgen und sogar Pflanzen schädigen. Ein guter Windschutz macht deine Terrasse nicht nur komfortabler, sondern kann auch ein schönes Gestaltungselement sein – und mit ein wenig DIY-Einsatz lässt sich eine individuelle und stilvolle Lösung ganz einfach und schnell selbst umsetzen.
Idee 1: Windschutzwände aus Holz oder Bambus
Eine dekorative Sichtschutzwand bietet nicht nur Windschutz, sondern schafft auch mehr Privatsphäre in deinem Garten. Mit ein paar Holzlatten oder Bambusmatten kannst du selbst eine individuelle Wand gestalten und sie perfekt an deinen Einrichtungsstil anpassen.
So baust du deine eigene Windschutzwand
Materialien:
- Holzlatten oder Sichtschutzmatten (je nach gewünschtem Look)
- Holzpfosten oder Metallhalterungen zur Befestigung
- Schrauben und Akkuschrauber
- Holzlasur oder Farbe für Wetterbeständigkeit
DIY-Anleitung:
- Planung & Vorbereitung: Miss den Bereich aus, in dem du den Windschutz anbringen möchtest. Überlege, ob die Wand freistehend sein soll oder an einer bestehenden Struktur (z. B. Geländer oder Mauer) befestigt wird.
- Pfosten setzen: Falls die Wand freistehend sein soll, setze stabile Holzpfosten in den Boden oder in Pflanzkübel mit Beton, damit sie Wind standhalten kann.
- Holz oder Bambus anbringen: Verschraube die Holzlatten oder befestige die Bambusmatten mit Draht oder Kabelbindern an den Pfosten. Du kannst die Latten horizontal oder vertikal anordnen, je nach gewünschtem Stil.
- Oberfläche behandeln: Streiche oder lasiere das Holz, um es wetterfest zu machen und farblich an deine Terrasse anzupassen. Bambus kannst du mit einer speziellen Schutzlasur behandeln.
- Gestaltung & Dekoration: Wenn du möchtest, kannst du deine Windschutzwand dekorieren: Hänge Lichterketten oder kleine Bilder und Schilder auf, um die Windschutzwand noch gemütlicher zu machen. Pass aber auf, dass dabei alles windgeschützt ist und nicht herunterfallen kann.
Tipp: Falls du eine flexiblere Lösung suchst, kannst du auch eine klappbare Variante mit Scharnieren bauen. So kannst du die Wand bei Bedarf zusammenklappen oder umstellen.
Idee 2: Hohe Pflanzen als natürlicher Windschutz
Pflanzen sind eine stilvolle und natürliche Lösung gegen Wind. Sie bringen nicht nur ein frisches Ambiente auf die Terrasse, sondern dienen gleichzeitig als lebendige Windbarriere. Besonders hohe Gräser, Bambus oder dichte Sträucher eignen sich wunderbar, da sie flexibel im Wind mitschwingen und dennoch Schutz bieten.
Geeignete Pflanzen für Windschutz
- Bambus: ist schnell wachsend, dicht und pflegeleicht – perfekt für einen modernen Look im Garten.
- Ziergräser (z. B. Pampasgras oder Chinaschilf): beweglich im Wind, aber trotzdem schützend.
- Sträucher (z. B. Liguster, Buchsbaum oder Kirschlorbeer): dicht wachsend und daher auch als Sichtschutz geeignet.
So gestaltest du deinen Pflanzen-Windschutz
Materialien:
- Große Pflanzkübel oder -kästen (am besten aus schwerem Material wie Stein, Beton oder massiver Keramik, damit sie stabil stehen)
- Blumenerde und Kies für eine gute Drainage
- Hohe Pflanzen oder Sträucher nach Wahl
So geht‘s:
- Den richtigen Standort wählen: Überlege, an welcher Stelle der Windschutz am effektivsten ist. Besonders an den Seiten der Terrasse oder als Abtrennung nach hinten kann eine Pflanzenreihe sinnvoll sein.
- Pflanzkübel vorbereiten: Bohre Drainagelöcher in den Boden der Kübel (falls nicht vorhanden), um Staunässe zu vermeiden. Lege eine Schicht Kies oder Blähton hinein, bevor du die Erde einfüllst.
- Pflanzen einsetzen: Setze die Pflanzen mittig in den Kübel und fülle ihn dann mit Blumenerde auf. Drücke die Erde leicht an, damit die Pflanze stabil steht.
- Platzierung & Pflege: Stelle die Kübel dort auf, wo du den meisten Windschutz brauchst. Gieße regelmäßig und schneide die Pflanzen bei Bedarf zurück, damit sie dicht wachsen.
- Extras für mehr Windschutz: Falls du noch mehr Schutz möchtest, kannst du zwischen die Kübel kleine Holzwände oder Rankgitter einbauen, an denen Kletterpflanzen wachsen können.
Tipp: Je nach Größe der Terrasse kannst du eine durchgehende Reihe an Pflanzen aufstellen oder nur gezielt Windschneisen schließen. Eine Mischung aus verschiedenen Pflanzenhöhen sorgt für einen besonders hübschen Look.
Idee 3: Sonnensegel selbst montieren
Sonnensegel sind perfekt für kleine Terrassen und Gärten. Im richtigen Winkel angebracht schützen sie nicht nur vor der Sonne, sondern auch vor Wind. Da sie flexibel anpassbar sind, eignen sie sich auch perfekt für Mietwohnungen.
DIY-Anleitung für Sonnensegel
Materialien:
- Sonnensegel (UV-beständig und wetterfest)
- Befestigungsmaterial (z. B. Wandhaken, Masten oder Seilspanner)
- Bohrmaschine & Dübel (falls eine feste Montage gewünscht ist)
- Seile oder Karabinerhaken zur flexiblen Anpassung
Anleitung:
- Standort bestimmen: Wähle eine Stelle, an der das Segel den meisten Schutz bietet, ohne die Terrasse zu verdunkeln. Achte darauf, dass das Segel leicht geneigt befestigt wird, damit Regenwasser ablaufen kann.
- Befestigungspunkte festlegen: Je nach Modell kannst du das Segel an Hauswänden, Balken oder freistehenden Masten befestigen. Für mehr Stabilität eignen sich spezielle Metallmasten oder Holzpfosten.
- Halterungen anbringen: Falls du das Segel an einer Wand befestigst, bohre Löcher und setze stabile Dübel ein. In dem Fall, dass du Masten verwendest, grabe sie mindestens 50 cm tief ein und stabilisiere sie mit Beton oder schweren Pflanzkübeln, damit die Konstruktion wirklich windfest ist.
- Segel aufspannen: Mit Seilen, Karabinerhaken oder Seilspannsystemen das Segel befestigen. Ziehe es möglichst straff, damit es sich bei Wind nicht zu stark bewegt.
Tipp: Wähle ein Sonnensegel mit verstärkten Ecken und wetterfester Beschichtung, damit es länger hält. Falls du mehr Flexibilität möchtest, kannst du Seilspannsysteme nutzen, um das Segel je nach Windrichtung anzupassen.
Idee 4: Pergola mit selbstgenähten Vorhängen
Eine Pergola mit luftigen Vorhängen schafft nicht nur eine gemütliche, abgeschirmte Atmosphäre, sondern bietet auch praktischen Schutz vor Wind. Durch die flexiblen Stoffbahnen kannst du die Luftzirkulation nach Bedarf regulieren: Bei stärkerem Wind lassen sich die Vorhänge schließen, an warmen Tagen kannst du sie zur Seite binden, um mehr Licht und Luft hereinzulassen.
So gelingt das DIY-Projekt
Materialien:
- Wetterfeste Stoffe (z. B. Outdoor-Polyester, imprägniertes Leinen oder Segeltuch)
- Nähmaschine & Garn (oder alternativ bereits fertige Vorhänge)
- Gardinenstangen, Stahlseile oder Seilspannsysteme zur Befestigung
- Haken, Ösen oder Klammern für eine flexible Anbringung
- Ggf. Gewichte oder Magnete, um die Vorhänge bei Wind zu beschweren
DIY-Anleitung:
- Den richtigen Stoff auswählen: Wähle einen wetterfesten, UV-beständigen Stoff, der nicht ausbleicht oder schimmelt. Greife am besten zu Outdoor-Stoffen mit wasserabweisender Beschichtung.
- Vorhänge nähen oder kaufen: Falls du nähen möchtest, schneide den Stoff auf die gewünschte Länge und versäubere die Kanten. Alternativ kannst du auch fertige Outdoor-Vorhänge verwenden.
- Befestigungssystem wählen: Wenn die Pergola aus stabilen Balken besteht, kannst du an diesen Gardinenstangen festschrauben. Falls es keine Möglichkeit gibt, diese anzubringen, wähle Stahlseile oder Seilspannsysteme, um deine Vorhänge aufzuhängen.
- Montage: Befestige als nächstes die Gardinenstangen oder Seile an der Pergola. Hänge anschließend die Vorhänge mit Ösen, Haken oder Klammern auf, damit du sie einfach verschieben kannst.
- Fixierung gegen Wind: Verwende eingenähte Bleibänder, Magnete oder kleine Sandsäckchen am Saum, um die Vorhänge schwerer zu machen und ein unkontrolliertes sowie störendes Flattern zu verhindern. Alternativ kannst du die Vorhänge seitlich an der Pergola mit Bändern oder Klettverschlüssen fixieren.
Idee 5: Paravents als flexibler Windschutz
Ein Paravent ist eine vielseitige und mobile Lösung, um Wind abzuhalten. Er eignet sich also besonders für Mietwohnungen oder temporäre Terrassenlösungen, da er bei Bedarf einfach umgestellt oder verstaut werden kann. Gleichzeitig ist er jedoch weniger windfest als andere Optionen.
Anleitung für den Paravent
Materialien:
- Holzlatten oder schmale Kanthölzer (für den Rahmen)
- Wetterfester Stoff, Bambusmatten oder Holzplatten (für die Füllung)
- Scharniere (damit der Paravent klappbar bleibt)
- Holzschrauben & Akkuschrauber
- Bei Bedarf Farbe, Beize oder Lasur (für einen individuellen Look)
So geht‘s:
- Rahmen bauen: Schneide die Holzlatten auf die gewünschte Höhe und Breite zu und verschraube die Latten zu einzelnen rechteckigen Rahmen. Für einen Paravent brauchst du drei einzelne Rahmen.
- Füllmaterial befestigen: Spanne wetterfesten Stoff über den Rahmen und tackere ihn fest. Alternativ kannst du Bambusmatten oder dünne Holzplatten mit Schrauben oder kleinen Nägeln fixieren.
- Scharniere anbringen: Verbinde die drei einzelnen Rahmenteile mit Scharnieren, damit sich der Paravent flexibel zusammenklappen lässt.
- Individuellen Look gestalten: Streiche oder beize das Holz, um es wetterbeständig zu machen. Falls du Stoff verwendest, wähle Muster oder Farben, die zur Terrassengestaltung passen.
Tipp: Um den Paravent stabiler zu machen, sichere ihn mit Standfüßen oder Bodenhaken. Wenn du die flexible Variante bevorzugst, befestige kleine Sandsäckchen an den unteren Latten, um das Umkippen zu verhindern.
Idee 6: Gabionen als DIY-Windschutz
Gabionen sind eine robuste und extrem stabile Möglichkeit, sich vor Wind zu schützen. Sie bestehen aus Metallgittern, die mit Steinen oder anderen Materialien gefüllt werden, und bieten nicht nur eine effektive Windbarriere, sondern auch eine dekorative Gestaltungsmöglichkeit für den Außenbereich.
Gabione bauen
Materialien:
- Metallgitter oder fertige Gabionenkörbe
- Draht oder spezielle Gabionenklammern (zum Fixieren der Gitter)
- Seitenschneider oder Metallzange (zum Zuschneiden des Drahts)
- Steine, Glasbrocken oder Holzscheite (für die Füllung)
DIY-Anleitung:
- Metallgitter vorbereiten: Falls du kein fertiges Gabionengitter verwendest, schneide das Metallgitter auf die gewünschte Größe zu. Biege die zugeschnittenen Gitter zu einem rechteckigen oder quadratischen Käfig.
- Gitter fixieren: Verbinde die Gitterkanten mit Draht oder speziellen Gabionenklammern, sodass eine stabile Form entsteht. Verankere die Gabione bei Bedarf im Boden für zusätzlichen Halt.
- Mit Füllmaterial befüllen: Platziere größere Steine zuerst und fülle nach und nach kleinere Materialien hinzu. Für eine optisch ansprechende Gestaltung kannst du dekorative Glasbrocken oder Holzscheite in einzelnen Bereichen einsetzen.
- Individuellen Look gestalten: Setze Pflanzen in die Zwischenräume oder kombiniere mehrere Gabionen, um eine durchgehende Windschutzwand zu gestalten.
Idee 7: Rankgitter mit Kletterpflanzen
Ein Rankgitter mit üppig wachsenden Kletterpflanzen ist eine sehr schöne Möglichkeit, Wind abzuhalten und macht deinen Außenbereich umso behaglicher. Diese Lösung verbindet Funktionalität mit Natur und passt perfekt zu Terrassen, Balkonen oder Gärten.
Geeignete Kletterpflanzen:
Immergrün und robust: Efeu, Wilder Wein, Clematis
Blühende Varianten: Kletterrosen, Blauregen, Trompetenblume
Schnellwachsend und dicht: Hopfen, Geißblatt, Kletterhortensie
Das Rankgitter umsetzen
Materialien:
- Rankgitter aus Holz oder Metall (fertig kaufen oder aus Holzlatten selbst bauen)
- Befestigungsmaterial (Schrauben, Haken oder Standfüße für Kübel)
- Große Pflanzkübel oder Beetfläche (je nach Standort)
- Erde & Drainagematerial (z. B. Kies für Kübel)
- Ausgewählte Kletterpflanzen
DIY-Anleitung:
- Rankgitter vorbereiten: Falls du ein fertiges Gitter nutzt, stelle es an die gewünschte Stelle. Baust du das Gitter selbst, verschraube dazu Holzlatten zu einem stabilen Gitterrahmen oder verwende ein Metallgitter.
- Befestigung: Befestige dein Gitter an einer stabilen Struktur wie einer Hauswand oder Pergola. Freistehende Gitter können in großen Pflanzkästen oder mithilfe von Standfüßen gesichert werden.
- Pflanzen einsetzen & führen: Setze die gewählten Kletterpflanzen direkt in den Boden oder in die vorbereiteten Kübel. Damit die Pflanzen ihren Weg durch das Gitter finden, führe die ersten Triebe bereits hindurch,
- Pflege für dichten Wuchs: Gieße die Pflanzen regelmäßig und dünge sie je nach Art. Schneide die Triebe bei Bedarf zurück, um eine dichte und gleichmäßige Begrünung zu erreichen.
Tipp: Verwende eine Mischung aus schnellwachsenden, blühenden und immergrünen Pflanzen, um das Beste aus deinem Rankgitter herauszuholen!
Windschutz im Garten – Fazit
Wie du siehst, gibt es diverse Ideen für DIY-Winterschutz im Außenbereich. Von kleinen und flexiblen Varianten bis hin zu Optionen, die auch dem größten Sturm standhalten, ist alles dabei. Wähle – und kombiniere – die Ideen, die in deinem Garten funktionieren und Sinn ergeben und bereite dich auf die kommende Gartensaison vor. So startest du geschützt vor Wind und Wetter ins Frühjahr. Wir wünschen viel Spaß beim Nachmachen und Genießen!